zur Startseite
Schlafapnoe
   
Patientenrechte
   
Fakten
   
Fragen und Antworten
   
Testen Sie sich auf eine Schlafstörung mit dem kurzen Epworth-Test. Hier klicken!
Literaturtipps
   
Linklisten
   

Häufig gestellte Fragen

Welche Symptome deuten auf Schlafapnoe hin?
Es gibt viele Indizien, die auf eine Schlafapnoe hinweisen. Im einzelnen können dies lautes Schnarchen, plötzliches jähes Aufwachen in der Nacht, morgendliche Kopfschmerzen, das Gefühl tagsüber nicht ausgeschlafen und zerschlagen zu sein, Sekundenschlaf, Unkonzentriertheiten, geringe Belastbarkeit und hohe Reizbarkeit sein. Auch Übergewicht gehört dazu.

Ist Schlafapnoe eine gefährliche Krankheit?
Sie kann sehr gefährlich sein. Durch die permanente Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff können auf Dauer schwere Folgeerkrankungen eintreten.

Was passiert, wenn man sich nicht behandeln lässt?
Bei Nichtbehandlung der Schlafapnoe kann es zu schweren Erkrankungen wie z.B. hoher Blutdruck, Herzbeschwerden, Hirndurchblutungsstörungen oder sogar Schlaganfall kommen.
Treten infolge einer unbehandelten Schlafapnoe tagsüber plötzliche Einschlafphasen ein, können die Folgen sogar akut lebensbedrohend sein, gerade dann, wenn der Patient z.B. aktiv am Straßenverkehr teilnimmt.

Zu welchem Arzt sollte ich gehen?
Sinnvoll ist es, zuerst den Hausarzt zu fragen. Dieser kann dem Patienten zunächst ein kleines Diagnosegerät mit nach Hause geben. Das Gerät misst während des Schlafes verschiedene Körperfunktionen, wie z.B. Herzfrequenz, Atem oder Schnarchgeräusche. Verdichten sich nach der Auswertung dieser Daten die Hinweise auf eine Schlafapnoe, wird der Arzt den Patienten in ein Schlaflabor überweisen.

Wie läuft die Behandlung in einem Schlaflabor ab?
Ein Schlaflabor ist mit einem Krankenhaus zu vergleichen. Der Patient wird einige Nächte dort verbringen. Hier wird eine umfangreiche Schlafuntersuchung (Polysomnographie) durchgeführt. Während des Schlafes werden die Atmung, der Herzrhythmus, die Hirnströme und die Muskelaktivitäten aufgezeichnet, gleichzeitig werden die Schnarchgeräusche über ein Mikrofon aufgenommen.
Anhand der Untersuchungsergebnisse werden mit dem Patienten anschließend Ergebnisse und Therapiemöglichkeiten besprochen.

Wie wird Schlafapnoe behandelt?
Die mit Abstand wichtigste Therapie ist die Behandlung mit Atemtherapiegeräten. Bei Schlafapnoe werden überwiegend nasale Überdruckgeräte eingesetzt. Vor dem Einschlafen setzt sich der Patient eine Atemmaske aufs Gesicht. Diese Maske ist durch einen Schlauch mit dem Therapiegerät verbunden. Vom Therapiegerät aus wird die Überdruckluft durch den Schlauch in die Atemwege des Patienten befördert. Hierdurch wird bewirkt, dass sich die Atemwege nicht verschließen, sondern offen bleiben.

Wie komme ich in den Besitz eines Therapiegerätes?
Ein Therapiegerät wird für den häuslichen Gebrauch vom behandelnden und verordnenden Arzt verschrieben.

Muss ich das Therapiegerät selbst bezahlen?
Ein Therapiegerät ist ein medizinisches Hilfsmittel. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse sofern eine medizinische Notwendigkeit dazu besteht. Der Patient braucht in der Regel keine Zuzahlungen zu leisten. Die Krankenkasse bleibt aber in der Regel Eigentümer des Gerätes. Sie stellt es dem Patienten leihweise zur Verfügung.

Gibt es neben der Beatmungstherapie alternative oder medikamentöse Behandlungsformen?
Es existieren zwar auch andere Therapieformen für die Behandlung des Schlafapnoesyndroms. Für sehr leichte Ausprägungen kann auch ein Therapieversuch mittels Medikamentengabe versucht werden, allerdings ist die Erfolgsrate nicht sehr hoch.
Daneben gibt es auch die Möglichkeit der Operation im Nasen und Rachenbereich, die das Schnarchen reduzieren oder beseitigen sollen. Der Erfolg solcher Operationsverfahren ist aber nicht vorhersehbar.
Alternativ werden auch Geräte zur Anwendung im Mund angeboten, die Schnarchen verhindern sollen.

Kann man mit einer Maske im Gesicht überhaupt schlafen?
Zu Beginn der Therapie ist der Gebrauch der Maske sicherlich ungewohnt. Der Patient gewöhnt sich aber recht schnell an die neue Situation. Wichtig ist, dass die Maske eine gute Passform hat und keine Druckstellen entwickelt.

Was mache ich, wenn Hautrötungen und Druckstellen auftreten?
Möglicherweise hat Ihre Maske die falsche Größe. Druckstellen können bei ungünstigem Sitz der Maske im Bereich des Nasenrückens dadurch beheben, indem man die Stellen, die mit der Haut in Berührung kommen, mit einem weichen Material (Pflaster) abklebt.
Manchmal reicht es schon aus, wenn die Kopfhalterung der Maske gelockert wird.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung anderer Maskengrößen oder –formen.

Wie reagiere ich auf Augenreizungen, die durch die entweichende Luft entstehen?
Möglicherweise ist die Maske undicht. Entweder Sie dichten die Maske zusätzlich ab oder bitten Ihr Schlaflabor um Ersatz bzw. eine andere Größe der Maske.

Was kann ich machen, wenn die eingeatmete Luft zu kalt ist?
Man kann entweder die Raumtemperatur erhöhen oder den Schlauch unter die Bettdecke legen.

Wie wird die Maske gereinigt?
Eine Reinigung der Maske soll täglich vorgenommen werden. Am besten mit Geschirrspülmittel reinigen, anschließend mit klarem Wasser abspülen und trocknen. Außerdem sind die Reinigungs- und Pflegehinweise in der Gebrauchsanleitung unbedingt zu beachten.

Was macht man, wenn das Therapiegerät zu laut ist und man dadurch nicht schlafen kann?
Die modernen Therapiegeräte sind in der Regel sehr leise (unter 30 dB) und stören den Schlaf nicht mehr.

Können bei der Therapie Nebenwirkungen entstehen?
Verglichen mit anderen Therapieformen ist die Beatmungstherapie im allgemeinen sehr gut verträglich. Es kann jedoch durch die Luftströmung zu einer Austrocknung der Schleimhäute im Nasen- und Rachenbereich kommen. Dies ist aber kein Problem, da die zugeführte Luft mit Hilfe von Atemluftbefeuchtern zusätzlich angefeuchtet werden kann.
Da etwas Luft auch immer mit verschluckt wird, kann es bei einigen Patienten zu morgendlichem verstärkten Aufstoßen und Völlegefühl kommen, welches in den meisten Fällen bald wieder abklingt.

Muss man das Gerät jede Nacht nutzen?
Es gibt derzeit keine Heilung des Schlafapnoesyndroms. Leider ist es so, dass es durch die regelmäßige Nutzung des Therapiegerätes nicht zu verminderten Auftreten von Atemstillständen nach Absetzen der Therapie kommt. Schläft man also ohne Maske, treten sofort alle Symptome wieder auf. Daher ist es wichtig, das Gerät möglichst jede Nacht zu benutzen. Sobald man dies unterlässt, treten wieder Atemstillstände ein.
In manchen Nächten wird es sicherlich nicht möglich, das Gerät zu nutzen, z.B. bei Erkältungskrankheiten. Dann sollte mit dem Arzt Rücksprache genommen werden, ob es unproblematisch ist, wenn man kurzfristig auf die Nutzung verzichtet.

Wer kümmert sich um die Reparatur und Wartung des Gerätes?
Die Herstellerfirmen bieten einen sehr hohen Standard an Dienstleistungen. Viele Unternehmen erbringen ihre Dienste rund um die Uhr. Adressen der Hersteller befinden sich auf der Gebrauchsanweisung oder dem Gerät selbst.
Ersatz- bzw. Verschleißteile, wie z.B. Luftfilter oder eine Maske, müssen regelmäßig ersetzt werden. Erforderlich ist hierzu ein Rezept des behandelnden Arztes.
Die vorgeschriebenen Wartungsintervalle ergeben sich aus den Gebrauchsanweisungen.

Bei weitergehenden Fragen bzw. anhaltenden Problemen bei der Therapie wird empfohlen, einen Facharzt zu konsultieren bzw. Kontakt zu einer der Selbsthilfegruppen aufzunehmen.


© IGS | Impressum | E-Mail | Produced by kitz.kommunikation




Tipps & Hilfe für Betroffene

Regeln für die Schlafhygiene
Sie haben spezielle Fragen zu der Krankheit Schlafapnoe?
Sie wollen wissen, wie man Schlafapnoe behandelt?
Sie haben Probleme mit Ihrer Atemmaske?
Mit dem CPAP-Gerät ins Krankenhaus - darauf sollten Sie achten